Zwischenlösung für Montessori-Schule Heiligensee – Umzug nach Tegel

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Nach monatelangem Bangen können Schüler, Eltern und die Belegschaft der Montessori-Schule Heiligensee endlich aufatmen. Ihre Schule wird weiter existieren. Der Schulträger, die Montessori Stiftung Berlin, unterzeichnete vergangenen Dienstag den Mietvertrag für ein Grundstück an der Trettachzeile 9-13, nahe dem S-Bahnhof Tegel. Gleichzeitig geht die Suche nach einem langfristigen Schulstandort weiter. Zwei Jahre bleibt dafür nun Zeit. 
In der Trettachzeile sollen im Sommer 2018 Container stehen und der Schule ein provisorisches Dach über dem Kopf bieten. „Wir setzen jetzt auf die versprochene Unterstützung des Bezirks“, sagt Stiftungsvorstand Christian Grune. Denn auf dem gemieteten Gelände stehen noch alte Gebäude, die erst einmal abgerissen werden müssen. Danach sollen dann Container die Übergangslösung komplettieren. „Wir hoffen, dass wir die entsprechenden Genehmigungen zügig bekommen“, erklärt Grune. Der Bezirk hatte in den vergangenen Wochen immer wieder zugesichert, alles in seiner Macht stehende zu tun, um die Schule bei der Sicherung eines Standortes zu unterstützen, nachdem er den Mietvertrag für den aktuellen Standort am Stolpmünder Weg nicht verlängert hatte.
Nachdem im Herbst auch die zweite Option eines Schulstandortes im ehemaligen Collège Voltaire endgültig vom Tisch war, bangten Pädagogen, Eltern, Schüler und Stiftung monatelang um die Existenz der Schule. Sie sprachen mit Politikern, starteten Petitionen und baten die Öffentlichkeit um Unterstützung auf der Suche nach einem Dach über dem Kopf. Die Zwischenlösung kam nun auf Initiative einer Mutter zustande, die bei der Firma Bermatec in Wittenau arbeitet. Sie wusste von einem Grundstück ihres Chefs in Tegel und erzählte ihm von den Sorgen der Schule, auf die ihre Kinder gehen. Ahmet Bingöl wollte das Gelände eigentlich für den Wohnungsbau verkaufen. Doch als er von dem Problem erfuhr, legte er diese Pläne spontan auf Eis. „Es kann ja nicht sein, dass so viele Kinder im Sommer auf der Straße sitzen, wenn sie lernen wollen“, sagt Ahmet Bingöl, für den Bildung sehr wichtig ist. Seine eigenen Kinder studieren bereits. Nun vermietet er das Gelände erstmal für zwei Jahre an die Stiftung. 
Dem ganzen Leitungsteam ist ein Stein vom Herzen gefallen“, sagt die Geschäftsleiterin der Schule, Christiane Ostrin. „Wir sind sehr froh, dass wir eine Lösung gefunden haben, um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten.“ Doch die Hände in den Schoß legen kann niemand. „Jetzt müssen wir loslegen“, sagt Ostrin. Damit meint sie die Container-Lösung, an der Schule und Stiftung nun arbeiten. Sie kostet einiges an konzeptioneller Arbeit und Geld. „Aber grundsätzlich sind wir alle wahnsinnig erleichtert, dass wir wieder etwas Zeit gewonnen haben.
Die Montessori Stiftung Berlin ist Trägerin von derzeit sechs öffentlichen Schulen in Berlin: Freie Montessori Schule Berlin (Köpenick), Deutsch-Skandinavische Gemeinschaftsschule (Tempelhof), Quinoa-Schule (Gesundbrunnen), Freudberg-Gemeinschaftsschule (Wilmersdorf), Montessori-Schule Heiligensee und die Freie Sekundarschule PepperMont (Prenzlauer Berg). Auch vier Kindertagesstätten gehören zur Stiftung. Alle Bildungseinrichtungen haben sich einem zeitgemäßen Lernen verschieben. Darüber hinaus organisiert die Stiftung Weiterbildungen für Pädagoginnen und Pädagogen und engagiert sich in zukunftsweisenden Bildungsprojekten wie einer Neuen Oberstufe für Berlin und Brandenburg oder einer Jugendschule nach dem Erdkinderplan von Maria Montessori. Weitere Informationen unter www.montessori-stiftung.de
Quelle: Montessori Stiftung Berlin

5 Kommentare

    • Dann müssen sie sich halt diesmal innerhalb der zwei Jahre schon kümmern. Das letzte war ja auch von vornherein eine Übergangslösung und trotzdem scheinen die immer zu warten bis es fast zu spät ist, um dann ”die armen Kinder” zu schreien und als Privatträger versuchen die Öffentlichkeit/Politik ihre privaten Probleme lösen zu lassen. Also wenn das in zwei Jahren wieder so eine Artikelserie hier wird, hätte ich jedenfalls ganz gerne gewusst was sie denn in den ganzen zwei Jahren selbst gemacht haben um das Problem dauerhaft zu lösen.

  1. Sicher, genau, man wartet immer nur ab!@Marrin
    Gott sei Dank gibt es nicht nur Nörgelköpfe!
    Kümmern Sie sich ums Kommentare schreiben, sie sind ja scheinbar alle in der Schule dabei….
    Die Schule macht das schon!

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