Hin und her – Englische Telefonzelle zurück in Tegel

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Der Reinickendorfer Schildbürgerstreich von Anfang des Jahres hat nun ein glückliches Ende gefunden. Nachdem die englische Telefonzelle im Januar von ihrem ursprünglichen Standort in Tegel zum Rathaus Reinickendorf umgezogen war, zog sie heute wieder zurück an die Greenwichpromenade. Nur dort gehört sie nach Meinung der Reinickendorfer Bürger nämlich hin.

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Vorübergehender Startdort der Telefonzelle am Rathaus Reinickendorf. (Bild: BA Reinickendorf)

Im Januar hatte sich Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt noch gefreut: „An dem neuen Standort bleibt die Telefonzelle für die Bevölkerung sichtbar und kann sogar als Hintergrundmotiv für Hochzeitspaare genutzt werden“. Unter anderem war Vandalismus als Umzugsgrund zum Rathaus angegeben worden. Zahlreiche Reaktionen von Bürgern, die ihren Unmut und Unverständnis über die Entfernung aus Tegel äußerten, und der Einsatz der Lokalpolitik sowie von Felix Schönebeck von “I Love Tegel”  hatten nun wohl die Korrektur der Maßnahme veranlaßt. Alleine auf KIEZEKATZE waren im Januar zig Protestkommentare eingetroffen (siehe Artikel).

Der Wahlkreisabgeordnete Stephan Schmidt (CDU) wohnte dem Ereignis des Rückzugs nun bei typisch englischem Schmuddelwetter bei und erklärte: „Die rote Telefonzelle kommt zurück nach Tegel. Der neue Standort ist beinahe der alte und sie bietet auf der Beetfläche neben dem historischen Briefkasten und dem Hinweisschild auf die Partnerschaft mit dem „Royal Borough of Greenwich“ jetzt ein gelungenes Ensemble, wie ich finde. Ich freue mich darüber, denn die Telefonzelle gehört einfach an die Greenwichpromenade.

Ich bedanke mich ausdrücklich bei Stadträtin Katrin Schultze-Berndt und ihrem Team für die schnelle Reaktion, nachdem die Telekom die Telefonzelle aufgegeben hat. Sie steht jetzt nicht mehr auf der mittleren Zuwegung, was hoffentlich dazu führt, dass sie nicht wieder so häufig dem Vandalismus zum Opfer fällt.

Die zuständige Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) zeigte sich bereits im ersten Gespräch offen für eine Rückkehr, die sienun auch veranlasst hat. Jedoch sollten dafür einige Voraussetzungen erfüllt werden. So organisierte Felix Schönebeck von der Initiative “I love Tegel” mit den Hallen am Borsigturm einen Sponsor, der zunächst für ein Jahr die Instandhaltungskosten übernimmt. Darüber hinaus sagte er zu, dass sein Verein, wie schon 2015, die Telefonzelle restaurieren und mit einem neuen Anstrich versehen wird. Dabei wird ihn wieder der Reinickendorfer Malereibetrieb Maess unterstützen. Außerdem wird in den kommenden Wochen ein Konzept für die weitere Nachnutzung und die Zukunft der Telefonzelle erarbeitet.

Es freut mich sehr, dass die Telefonzelle als Tegeler Wahrzeichen wieder an der Greenwichpromenade zurück ist! Vielen Tegelern hat sie in den letzten Wochen tatsächlich gefehlt. Mir auch. Es gab einiges zu tun, damit die Rückkehr auch realisiert werden konnte. Das ist nun erledigt. Besonders erfreulich fand ich die unkomplizierte Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt und die vielen Hilfsangebote aus der Tegeler Bevölkerung. Es gibt nur einen Ort, wo die Telefonzelle hingehört und an diesem steht sie jetzt wieder“, freut sich Schönebeck.

Bild: Straßenbauamtsleiter Rüdiger Zech, Stephan Schmidt MdA, Baustadträtin Katrin Schultze-Berndt und „I Love Tegel“-Initiator Felix Schönebeck (v.l.n.r) bei der Rückkehr der Telefonzelle an die Greenwichpromenade

8 Kommentare

  1. Einfach nur lächerlich aber hat ja nur Steuergelder gekostet.
    Sich auch noch als Helden der Telefonzelle fotografieren zu lassen ist der Hammer.
    Möchte echt mal wissen was in den BVV Versammlungen für unnötiges Zeug besprochen wird.

  2. Und die Kosten dieser mal wieder unnützen Aktion, die die Politiker verursacht haben?
    Politiker entscheiden einfach was und wir müssen bezahlen…..
    Wieder mal am Bürger vorbei…
    Bevor die sinnlose Entfernung in einer Nacht und Nebelaktion stattfand, müsste man mal nachfragen, was die Mehrheit so wollte!!
    Die Verantwortlichen könnten ja mit gutem Beispiel vorangehen und die Umzugskosten privat verauslagen, das wäre ein Zeichen!

    • Der Mehrheit der Reinickendorfer ist diese Telefonzelle wahrscheinlich total egal, die haben andere, wichtigere Sorgen. Wer weiss wer die Telefonzelle überhaupt kennt. Reinickendorf ist gross. Und ich möchte nicht die entnervten Kommentare hören, wenn wirklich jeder Bürger wegen jeder Aktion von der Stadt vorher befragt wird. Dann meckern diejenigen, die heute gerne gefragt werden wollen, warum die Politik dauernd aufwändig und teuer Bürgerbefragungen macht für so unwichtige Sachen und nicht einfach mal selber Entscheidungen trifft, denn dafür wurden sie ja letztlich gewählt. Aber so sind sie halt, die Nörgelköpfe, die nie zufrieden sind. ☺

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